Seit April 2004 gibt es die Filmreihe der Volksbühne. Erst unter dem Namen Filmzone, heute heißt sie Filmbühne.
Die Filmbühne zeigt hungriges Kino aus Deutschland, alles Premieren oder Previews, ein Programm, komplett subjektiv ausgewählt nach Brisanz, nach Relevanz, immer auf der Suche nach Filmen, die den gesellschaftlichen künstlerischen Diskursrahmen der Volksbühne aufgreifen, Volksbühnenthemen also, - zuweilen auch mit Volksbühnenstars - die von hier aus in die Hauptstadt strahlen: dokumentarisch, fiktional, experimentell.
Die Aura der Volksbühne verleiht diesen Filmpremieren einen schillernden, seltsam faszinierenden Rahmen, ein spezielles Flair, in dem sich auch eigenwillige, besondere Filme entfalten können. Oft begleiten Partys, Diskussionsrunden, Konzerte die Veranstaltungen.
Kuratiert wird die Filmbühne von Alexandra Engel. alexandra.engel@volksbuehne-berlin.de
Von 1992 an wurde der Rote Salon nach und nach, der Zähigkeit der Programmmacher geschuldet, ein fester und beliebter Ort für Lesungen in gelassener Atmosphäre. Zuerst als Programm nach den Vorstellungen gedacht (deshalb Nachtcafé), kristallisierte sich ein Lesepublikum heraus, das eigens den Abend beim Vorlesen verbringen wollte. Lesungen im Theater verlieren nie den authentischen Ort, deshalb seit geraumer Zeit: Lesebühne. Das heißt, dass der Text und damit die Macht des Wortes im Zentrum stehen. Drumherum ist alles möglich: musizieren, Film schauen, Tanz, malen, - alles schon da gewesen. Thematisch gibt es nur eine Grenze: Wir machen nichts, worüber alle reden. Die Vorlieben: Sprachliche und ideelle Extreme, Debüts, Lesungen von Schauspielern und vieles mehr. So kann jede Lesebühne in Erinnerung bleiben.
Die Lesebühne wird von Sabine Zielke kuratiert.
Nachtrock, Musikzone, Club Neustadt, Musikbühne – Konzerte in der Volksbühne hatten schon viele Namen und viele Gesichter. Zum Spielzeitauftakt 92/93 sorgte der Auftritt der irischen Pub-Rocker The Pogues, Frank Castorfs damaliger Lieblingsband, für ein handfestes Verkehrschaos rund um den Rosa-Luxemburg-Platz. Ein Jahr später errichteten die slowenischen Laibach ihren NSK-Staat auf sämtlichen Bühnen. Seither wird polarisiert und vereint, gerockt und getanzt, experimentiert und improvisiert. Zusammengebracht wird, was nicht zusammengehört. Und sich doch wie selbstverständlich verbindet. Die Musikbühne ist derzeit ein Format, das ca. 2-3 monatliche Konzerte unterschiedlicher musikalischer Genre präsentiert und von Christian Morin (christian.morin@volksbuehne-berlin.de) kuratiert wird.
Highlights der letzten Spielzeiten waren unter anderem:
Daniel Johnston, Cat Power, Joanna Newsom, Sunn O))), Marilyn Manson, Stereo Total, The Fall, Antony & The Johnsons / Coco Rosie, PeterLicht, The Notwist, Gonzales, Gustav & Band, Rufus Wainwright, Pierre Henry, Tindersticks, Bob Geldof, Squarepusher, Console, Mouse on Mars, The Monks …
Nur Krieg und Porno waren schneller. Im bürgerlichen Leben war es die Popmusik, die als erster Sektor von der digitalen Umwälzung erfasst wurde. Seit rund zehn Jahren kennen wir das Lied: Entwertung des Tonträgers, Zersetzung der Plattenfirmen, Boom des Live-Marktes. Was wir zu wenig kennen, ist die Praxis des Künstlers. Wie verändert die Digitalisierung seine Arbeit? Was heißt Handwerk, wenn die Werkzeuge vor allem aus digitalen Tools bestehen? Was bedeutet Komposition, wenn die Aufnahme endlos manipuliert werden kann?
Auf diese Fragen antwortet die Reihe SOUNDDATEN – O-TÖNE AUS DER PRODUKTION auf zwei Arten. Ein Musiker bringt zum einen unfertige Arbeiten in den Roten Salon, die wir uns gemeinsam anhören. Nebst diesen konkreten Einblicken in die Werkstatt will SOUNDDATEN zum andern ein Gespräch pflegen, das den Wandel in einem größeren Zusammenhang betrachtet. Ein zweiter Gast aus dem Musik-, Kunst- oder Mediengeschäft erweitert die künstlerische Perspektive mit weiteren Erfahrungen aus jener Revolution, die wir ungern eine solche nennen, da sie keine verbindliche Theorie hat. Aber ihre Wirkung ist zu mächtig, um die Walze nicht einmal im Monat anzuhalten und kurz zu fragen: Wie arbeiten wir eigentlich?
Zwei Gäste jeweils am letzten Dienstag des Monats im Roten Salon (21 Uhr), Konzept und Moderation: Tobi Müller.
Baron Saturday ist eine Reihe für Performance und Live-Art, die regelmäßig samstags um 21 Uhr im Roten Salon stattfindet. Künstler unterschiedlichster Disziplinen – Theater, Tanz, Literatur, Musik, bildende Kunst und Medien – werden eingeladen, Aufführungen für den Ort zu entwickeln. Baron Saturday möchte dabei speziell Kunstentwürfen ein Podium bieten, die sich als ästhetisches Experiment, als künstlerischer Versuch vor Publikum begreifen.
Der um sich greifenden Festivalisierung des Performance-Betriebs möchte Baron Saturday die Kontinuität einer Reihe entgegensetzen. Dem gemäß bestehen dauerhafte Beziehungen zu Künstlern und Netzwerken, wie etwa Jörn J. Burmester und Florian Feigl, die regelmäßig Performancekunst und prozessorientierte Praxen aus dem Umfeld des Netzwerks Performerstammtisch zeigen, und dem Berliner Label Staalplaat, das im Rahmen seiner Working Spaces experimentelle Musik und Medienkunst aus der Label-Umgebung präsentiert. Baron Saturday durfte bislang u.a. Sven Mundt, Achim Szepanski, Thomas Kapielski, Marc Weiser aka Rechenzentrum, Otmar Wagner, Nicholas Currie aka Momus willkommen heißen.
Kurator der Reihe ist Maximilian Haas, Dramaturgieassistent der Volksbühne.