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Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Grosses Haus SpielorteSpielorteSpielorte

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Die Volksbühne wurde 1913-14 nach dem Entwurf Oskar Kaufmanns auf dem Bülowplatz (heute Rosa-Luxemburg-Platz) in der Mitte Berlins errichtet. In der Stirnfläche des ursprünglichen Baus war das Motto "Die Kunst dem Volke" eingemeißelt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Theater fast vollständig zerstört und der Architekt Hans Richter entwarf den 1950-54 erfolgten Wiederaufbau, in dem er das Äußere vor allem im Dachbereich stark vereinfachte. Von März bis November 2009 wurde der Innenbereich des Hauses umfangreich saniert – neben dem Einbau einer neuen Dreh- und Hebebühne wurden die Sitzpolsterung und Holztäfelung im Zuschauerraum sowie der Brandschutz erneuert. Im November 2009 fand die Wiedereröffnung statt.

In der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz befindet sich die große Bühne, bekannt als Großes Haus (Saalplan), sowie weitere Spielstätten: der Rote und Grüne Salon, die Foyers und der 3. Stock. Neben der Volksbühne steht der Pavillon.


Anfahrt
U 2 Rosa-Luxemburg-Platz
S-Bahn Alexanderplatz
Bus 200, 142, TXL
Tram M2, M8 an der Torstraße
Nachtbus N2

Fahrplan
http://www.bvg.de

Parkmöglichkeiten
Gebührenpflichtige Parkplätze auf den Straßen um die Volksbühne und den Rosa-Luxemburg-Platz. Gebührenfreie Parkplätze auf Straßburger und Saarbrücker Straße.

Stadtplan

3. Stock3. Stock 3. Stock3. Stock

3. Stock

Nach dem Wiederaufbau der Volksbühne 1954 diente der 3. Stock zunächst als Treffpunkt der Belegschaft. Benno Besson entfernte schließlich den Plüsch und die Holzvertäfelungen und schuf damit einerseits eine im besten Sinne nüchterne Studiobühne mit Fensterfront, andererseits einen Raum für experimentelles Theater: Heiner Müller inszenierte 1980 zusammen mit Ginka Tscholakowa „Der Auftrag“ und Frank Castorf debütierte an der Volksbühne 1988 mit „Das trunkene Schiff“ von Paul Zech.

Lange Zeit wilderte das Jugendtheater der Volksbühne P14 exklusiv im 3. Stock. Das mehrfach ausgezeichnete Jugendensemble versorgt diese Spielstätte immer wieder mit frischem Blut. Der 3. Stock war auch Quartier des Obdachlosentheaters „Ratten 07“, bevor es weiterwanderte.

Seit der Spielzeit 2007/08 wird der 3. Stock auf mannigfaltige Weise neu besetzt: neben P14 bespielt auch das Volksbühnen-Ensemble in Repertoireproduktionen die intime, von Bert Neumann neu gestaltete Schaukastenbühne.
 

Sternfoyer

Das Sternfoyer (und damit die Eingänge ins Hochparkett) erreicht man über die seitlichen Treppen in der Kassenhalle. Im regulären Spielbetrieb finden hier Diskussionen, Publikumsgespräche und Musikveranstaltungen statt. Bei Volksbühnenspektakeln und großen Partys kristallisiert sich das Sternfoyer stets zum zentralen Publikumstreff. Nach der Zerstörung der Volksbühne während des 2. Weltkrieges wurde die ursprünglich gebaute Form weitestgehend beibehalten. Hohe Fenster, seitliche Freitreppen, auf denen es sich gut sitzen lässt, und große Kronleuchter prägen das repräsentative Foyer im 1. Stock. Hartnäckig hält sich das Gerücht, der rote Marmor an den Wänden stamme aus der ehemaligen Reichskanzlei, andere sagen, er käme aus Bulgarien. Die beeindruckende Architektur lädt dazu ein, mit szenischem Leben gefüllt zu werden, so dass immer wieder Inszenierungen im Sternfoyer gezeigt werden. (Zuletzt: René Pollesch, „Du hast mir die Pfanne versaut, du Spiegelei des Terrors!“, Spielzeit 2008/2009.)

Roter und Grüner Salon

Die beiden Salons haben eigene Zugänge an den Seiten der Volksbühne: der Rote Salon links, der Grüne Salon rechts. Insbesondere im Roten Salon finden Lesungen, Konzerte, Diskussionen und Partys statt. Der Grüne Salon veranstaltet ein eigenes Programm, siehe www.gruener-salon.de.

Die Salons wurden nach 1945 als zusätzliche Erfrischungsräume angebaut. Dementsprechend: gemusterter Parkettboden, eine Einrichtung aus Kirschbaum- bzw. Mahagonimöbeln, die früher mit blauem und braunem Stoff bezogen waren. Deshalb hießen die Salons auch noch blauer und brauner Salon. Anfang der 70er gab es die Polsterbezüge nicht mehr, so dass man auf rot und grün auswich.

 

ROTER SALON
Kontakt: Dramaturgie
Maximilian HaasSabine Zielke

Booking Club + Konzerte:
Kristian Wolff
Tel +49.30.41 717 512
info@roter-salon-berlin.de
www.roter-salon-berlin.de

GRÜNER SALON
Tel +49.30.285 98 936
salondame@gruener-salon.de
www.gruener-salon.de

Foto: Thomas Aurin

Hinterbühne

Hinter dem Eisernen Vorhang liegt die Hinterbühne - als eigener Bühnenraum, in dem unter dem aufragenden Bühnenturm bereits Theater- ("Trainspotting", 1997), Tanz- ("Blessed", 2007) und Opernproduktionen ("Jasager/Neinsager", 2007) gezeigt wurden.

Wir bleiben hier! Schmökern in der Kantine

Schmeckt, was aus der Kombüse in die Messe gebracht wird, und schlagen die Wellen noch so hoch, ist die Stimmung der Mannschaft an Bord einfach gut. Ähnlich läufts am Theater, in der Kantine werden beim Essen, Kaffee oder Bier Entscheidungen orakelt oder kommentiert, treffen Künstler aufeinander, die zusammen etwas aushecken wollen und sich dafür ins Zeug legen. Techniker warten gelassen auf ihren Umbau, Schauspieler repetieren während des Wartens auf den Einruf still ihren Text, Regisseure verlängern hier oft eine Probe und werden mitunter von Temperamentsausbrüchen heimgesucht. Und diesen Alltag dürfen Sie, Liebhaber subtiler, schräger oder sperriger Texte, so ganz nebenbei studieren, während Autoren, Schauspieler und andere Akteure Sie mit Wortgefügen in die Abgründe anderer Welten ziehen.