Seit 1995 ist der Prater in der Kastanienallee die Dependance der Volksbühne am Prenzlauer Berg. Geprägt ist die Spielsstätte durch von Bert Neumann gestaltete Innenräume und Inszenierungen Frank Castorfs sowie Arbeiten von Rimini Protokoll, Gob Squad, Sebastian Hartmann, Forced Entertainment, Jacques Palminger, Ruedi Häusermann, Jürg Kienberger, Johann Kresnik, Michael Talke, Christoph Marthaler...
René Pollesch entwickelt Dezember 2000 seinen ersten Abend für den Prater, es folgen bis heute, 2010, fast 25 weitere Inszenierungen, welche die „Volksbühne im Prater“ mit dem Namen Pollesch nachhaltig amalgamiert haben.
Die Spielzeit 2009/2010 eröffnet der Universalkünstler Gero Troike mit „Gute Nacht, du falsche Welt - Adieu in vier Szenen von Puschkin, Schikaneder und Troike“. Der realsozialistischen Ökonomie widmet sich Andreas Merz mit der Inszenierung „Der Bauch“ von Kurt Bartsch. René Pollesch steuert mit „Cinecittà Aperta“ den zweiten Teil der Ruhrtrilogie bei. Es folgen „Am Beispiel des Hummers“, nach Texten des 2008 verstorbenen Kultautors David Foster Wallace, umgesetzt von Ivan Panteleev, und „Hitlerine“ von und mit Anne Tismer in der Regie von Alexis Bug. Außerdem ist der Prater in alter Gewohnheit Ort kleiner Clubveranstaltungen, großer Konzerte (Musikbühne) und strahlender Filmpremieren (Filmbühne).
Von März 2010 ab bis Sommer 2011 macht die „Volksbühne im Prater“ wegen notwendiger Sanierungsarbeiten eine unvermeidliche Zwangspause.