1115, Joasihno

"Ich habe immer eine räumliche Vision von Musik" sagt Cico Beck, Kopf von Joasihno und Musiker bei The Notwist und Aloa Input. Er sitzt im Kellerstudio zwischen selbstgebauten Synthesizern, Schallplatten und abstrusen Instrumenten. Neben ihm steht ein Roboter und trommelt auf einem E-Drum. „Wir haben neue Mitmusiker!". Neben dem langjährigen Bandkollegen und Co-Produzent Nico Sierig wird Joasihno live weiteren Zuwachs bekommen: von Roboter-Musikern - das ist aber nicht das einzig Neue. Das dritte Album "Meshes" ist eine spektakuläre Verwandlung. "Bis jetzt hatte ich für jedes Album einen Versuchsaufbau und ein paar Regeln. Aber dieses Mal wollte ich frei durch die Musik treiben". Stellt man sich "Meshes" räumlich vor, dann als unendlich weiten, schwarz-glitzernden Raum, von kaleidoskopischen Strobos durchblitzt. Im Auge des Raums stehen Joasihno inmitten einer Wolke aus seltsam-blinkenden Objekten, die klingen wie synthetische Walfische. Aus dem Hintergrund schimmert: das Roboter-Orchester.

1115 sind ein Experimental-Musik Duo bestehend aus Grey und Fehler Kuti. Die zwei lernten sich 2015 in München kennen und jammten alsbald in Fehlers Küche in der Westermühlstrasse. Grey bedient eine virtuelle 808 Drum Machine, Bass und Orgel Synthesizer, während Fehler Kuti seine Stimme loopt und transformiert. Ihre Performances sind rythmus-betonte hypnotische Jam Sessions, die von Noise-Soundscapes bis zu Techno Raves reichen. Stell Dir Dieter Moebius und The Residents bei einem Hauka Kult Ritual vor; oder wie Sister Rosetta Tharpe und Spaceman 3 auf einem Kreuzfahrtschiff jammend den Ganges hinunterfahren. Im Januar 2016 erschien ihre erste EP „The Drowned World“ auf Alien Transistor. Ihr Debüt „Post-Europe“, produziert von Markus Acher (The Notwist) und Cico Beck (Joasihno) erscheint im Frühjahr 2017.

Tickets kosten 15,- Euro.

  

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