Die 120 Tage von Bottrop & Egomania – Insel ohne Hoffnung
Christoph Schlingensief
Filmscreening
Followed by a conversation with Kerstin Grassmann, Sophie Rois and Martin Wuttke
Friday, November 20, 2026
8:00 pm
Prater
Scheitern als Prinzip, Grenzüberschreitung als Methode: Christoph Schlingensief hat das Kino immer wieder an seine Grenzen getrieben – und darüber hinaus. An diesem Abend zeigen wir zwei seiner ikonischen Filme und sprechen mit Kerstin Grassmann, Sophie Rois und Martin Wuttke über die Arbeit mit Schlingensief: über Improvisation und Exzess, Chaos und Kontrolle.
In Die 120 Tage von Bottrop finden sich die Überlebenden der Fassbinder-Familie noch einmal zusammen, um auf der Großbaustelle am Potsdamer Platz den wirklich allerletzten Neuen Deutschen Film zu drehen, ein Remake von Pasolinis Die 120 Tage von Sodom. Schlingensiefs Hommage an diese Ära des Films ist zugleich ihr letzter Gnadenstoß, ein sarkastischer Trip durch die deutsche Filmlandschaft zum Soundtrack von Helge-Schneider.
Caspar David Friedrich trifft Nosferatu: Egomania - Insel ohne Hoffnung ist ein post-apokalyptisches Liebesdrama im ewigen Eis, gedreht 1986 auf einer Hallig in der Nordsee. Eine deutsche Geschichte über den Verfall der Zivilisation in der Tradition der Nibelungen, mit der jungen Tilda Swinton als Brünhilde und Udo Kier als Tante des Teufels. Schlingensief bezeichnete „Egomania“ als seinen „wahrscheinlich romantischsten und schönsten Film. So betrügen kann man sich nur einmal.“
„Die 120 Tage von Bottrop“ (1997) und „Egomania – Insel ohne Hoffnung“ (1986)
Anschließend Gespräch mit Kerstin Grassmann, Sophie Rois und Martin Wuttke