Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz
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Johnny Chicago

von Jakob Hein


Jakob Hein ist promovierter Mediziner, Schriftsteller und Vorleser. Er ist Mitglied der legendären Reformbühne Heim und Welt. Keine Preise, keine Stipendien, keine Wettbewerbe. Irgendwann trifft er in Berlin auf einen Mann mit schlecht sitzendem Anzug, aber vortrefflichem Optiker: Kurt Krömer. Die beiden sammeln gemeinsame Bühnenerfahrung. Hein schreibt ein Stück, in dem Krömer vorkommt, in dem Krömer spielt. Krömer spielt Krömer aber auch einen, der nicht Krömer ist. Hein spielt auch mit. Einen Interviewer. Krömer kommt als Johnny Chicago in die Talkshowhölle "Ihre Stars von gestern", wird von Hein alias Kai Kacke interviewt, ist aber nicht Krömer, am Ende dann doch. Am Ende ist allerdings gar nicht am Ende, denn Johnny Chicago ist unsterblich. So wie Krömer und die Kunst. Johnny Chicago erfährt jedoch am eigenen Leib, dass man heutzutage mehr als Unsterblichkeit braucht, um ein Star zu sein. Um das alles und den philosophischen Rest auf die Bühne zu bringen, überreden die beiden den Spielzeugland-Oscar-Preisträger-Regisseur Jochen A. Freydank. Freydank kann die Frage, wo er seinen Oscar stehen hat, schon nicht mehr hören und mag keine Talkshows. Er willigt ein. Fehlt nur noch die Frau. Hein schreibt der sensationellen Inka Löwendorf eine Rolle auf den Leib. Das Weib packt zu und schon hören wir den Studio-Countdown in der Volksbühne: 3-2-1-und wir senden!

  

Mit: Jakob Hein, Kurt Krömer, Inka Löwendorf, Hanno Rank (Kamera), Steffen Schencker (Kamera), Tim Schallenberg (Musiker), Jörg Mischke (Musiker), Tim Lorenz (Musiker) und Jens Jensen (Musiker)

Regie: Jochen A. Freydank
Musik: Ingo Frenzel
Bühnenbildner/ -in: Tom Hornig
Kostüme: Kathrin Krumbein
Licht: Johannes Zotz
Dramaturgie: Sabrina Zwach

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