Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz
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RRUNGS! - Eine Raumerkundung

Mit der Qualität des ersten Mals entsteht RRUNGS! dort, wo neu auf alt, wo die Temperatur der Anarchie auf die Besinnlichkeit des Vertrauens trifft. Zusammen mit Schauspielern, Tänzern und Musikern schreibt sich die Regisseurin und Choreografin Wanda Golonka in ihrer ersten Arbeit in Berlin in die geschwungene Architektur der Volksbühne ein, eröffnet sie ein weiteres Mal, verschiebt Zugänge und Perspektiven für Wahrnehmungen. Wanda Golonkas Stücke sind Annäherungen. Und auch die Künstler, mit denen sie arbeitet, nähern sich einander an und bilden ein besonderes Ensemble auf Zeit. Das Material ihrer Biografien und Metiers fließt als Resonanzkörper in die gemeinsame Untersuchung des Raums, seiner Beziehungen, seiner Unordnung und Offenbarungen, der Sicht- und Unsichtbarkeiten und der Geschichtlichkeit des Architektonischen. Der Videokünstler Chris Kondek begleitet und unterstützt diese Theaterrecherche. RRUNGS! nähert sich einem Territorium vor der Sprache, ist „unmittelbares Bevorstehen eines unmittelbaren Bevorstehens, das unmittelbar bevorstehend bleibt.“ (Jean-Luc Nancy)
In Frankreich geboren, hat Wanda Golonka zunächst bei Rosella Hightower in Cannes und an der Folkwang Musikhochschule in Essen Tanz studiert und in Wuppertal mit Pina Bausch gearbeitet. Mitte der 80er Jahre gründete sie in Düsseldorf die Avantgarde-Gruppe NEUER TANZ. Als Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt hat die Choreografin von 2001 bis 2009 ihre kontinuierliche Recherche der Enthierarchisierung von Theatermitteln fortgesetzt. Nun befragt sie den Theaterraum der Volksbühne und setzt damit fort, was die den Raum prägende Installation von Bert Neumann begonnen hat, die seit Spielzeitbeginn Zuschauer- und Bühnenraum verhüllt.

  

Mit: Antonio Carallo, Veronique Dubin, Thea Fjörtoft, Betty Freudenberg, Nicola Gründel, Abak Safaei-Rad, Marie-Lou Sellem, Michael Sideris, Sir Henry, Kenji Takagi und Katharina Wiedenhofer

Regie: Wanda Golonka
Video: Chris Kondek
Musik: Sir Henry
Mitarbeit Raum: Christin Berg
Licht: Johannes Zotz
Dramaturgie: Janek Müller

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