A Friend in Berlin
mit Ciwas Tahos und Martin Toloku
Screening und Gespräch
auf Englisch
Donnerstag, 19. November 2026
19:00 Uhr
Grüner Salon
A Friend in Berlin ist eine Veranstaltungsreihe, die die Fellows des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und ihre Verbindungen zur Stadt in den Mittelpunkt stellt. Im Zentrum steht das Format einer Begegnung und eines Gesprächs mit einer*m alten Freund*in oder einer neuen Bekanntschaft, mit jemandem, der bereits länger in Berlin lebt oder erst vor Kurzem in die Stadt gekommen ist. In Gesprächen, Lesungen, Screenings und Performances kommen Künstler*innen zusammen, um ihre Praktiken und Geschichten zu teilen, Gedankenlinien nachzugehen, gemeinsame Interessen zu entdecken und unterschiedliche Weisen zu betrachten, wie sie in Berlin verortet und mit der Stadt verbunden sind.
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht ein Gespräch zwischen den Künstler*innen und neuer Bekanntschaft Ciwas Tahos und Martin Toloku (beide Visual Arts Fellows 2026). In der Verbindung von Performance und Gespräch verfolgen sie die Wege zwischen ihren künstlerischen Praktiken, ihren gemeinsamen Interessen an Ritualen und natürlichen Materialien sowie den Fragen, die sie immer wieder miteinander ins Gespräch bringen.
Ciwas Tahos, auch bekannt als Anchi Lin 林安琪, arbeitet mit einer stillen Beharrlichkeit. Ihre Praxis drängt sich nicht laut in den Vordergrund und entwickelt doch eine beständige Sogwirkung – aufmerksam, selbstbestimmt und kollaborativ. Ciwas, die aus Taiwan stammt und Atayal- sowie Hō-ló-Wurzeln hat, arbeitet in den Bereichen Performance, Bewegtbild, Cyberspace, keramische Instrumente und ortsbezogene Gesten in den Bergen. Man gewinnt den Eindruck einer Person, die aufmerksam zuhört, bevor sie handelt, während sie Tayal-Weltanschauungen in Formen überführt, die von Bewegung und Beziehungen getragen sind.
Martin Toloku ist ein multidisziplinärer Künstler aus Ghana, dessen Praxis Holzarbeit, Installation, Video, Atelierarbeit, Live-Performances und die Zusammenarbeit mit Menschen und Tieren, insbesondere Termiten, umfasst. Mit abgestorbenem und verrottendem Holz, das er aus Flüssen, Wäldern, Seen und seiner Umgebung sammelt, beschäftigt sich Toloku mit Verfall, Tod, Leben, Zeit, Raum und Natur. In konzeptuellen und performativen Kompositionen untersucht er Verfall als Metapher und schafft emotional und spirituell aufgeladene Begegnungen, die das Publikum dazu einladen, sich mit Fragen der Sterblichkeit, Transformation und den Kreisläufen des Lebens auseinanderzusetzen.
Das Gespräch findet in englischer Sprache statt.
Weitere Informationen und aktuelle Hinweise zur Veranstaltung finden Sie auf der Website des Berliner Künstlerprogramm des DAAD oder auf Instagram unter @daad_artists.