Kolonialismus erinnern. Vom Konzept zum Ort
in Kooperation mit Kolonialismus erinnern
Freitag, 13. November 2026
20:00 Uhr
Vorbühne
Wie kann ein zentraler Lern- und Erinnerungsort zur Geschichte des Kolonialismus und seinen Kontinuitäten in Berlin gestaltet werden? Was erfordert die Umsetzung im heutigen Berlin?
Als Schauplatz der Berliner Afrikakonferenz (1884/85) und koloniale Metropole des deutschen Kaiserreichs ist die Stadt von Spuren und Kontinuitäten kolonialer Geschichte geprägt und trägt somit eine besondere politische Verantwortung.
Vor diesem Hintergrund bringt die Veranstaltung Kolonialismus erinnern. Vom Konzept zum Ort Perspektiven aus Wissenschaft, Kunst, Architektur, Aktivismus und erinnerungspolitischer Praxis zusammen, um die inhaltlichen und räumlichen Grundlagen des künftigen zentralen Lern- und Erinnerungsort Kolonialismus sowie die Strukturen, Kooperationen und Netzwerke, die ihn langfristig tragen können, mit einem breiten Publikum zu teilen. Den Abend rahmen künstlerische Beiträge von Ibrahima Niassy aka Pisco und Nathalie Vairac.
Nathalie Vairac liest aus Felwine Sarrs Traces – A Speech to African Nations. In dem 2021 erschienenen lyrischen Monolog wendet sich der senegalesische Ökonom, Philosoph und Schriftsteller Felwine Sarr an die jungen Generationen des afrikanischen Kontinents und ermutigt sie, eine selbstbestimmte Zukunft zu entwerfen.
Erstmals wird der Text von der Künstlerin und Schauspielerin Nathalie Vairac vorgetragen und in deutscher Sprache übertitelt. Felwine Sarr hat für diese Premiere ein neues Vorwort verfasst.
In Kooperation mit: Afrika-Rat Berlin Brandenburg e.V., Berlin Postkolonial e.V., Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Decolonize Berlin e.V., DOMiD e.V., Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V., Korea-Verband e.V., NS-Dokumentationszentrum München, Witzenhausen und der Kolonialismus. Erinnerungskonzept zur Geschichte der Deutschen Kolonialschule