Volksbühne
am Rosa-Luxemburg-Platz
Mein Vorschlag: Friesenbad, Stills: Graw Böckler

Mein Vorschlag: Friesenbad

Graw Böckler

Video, Köln 1999
Im Loop im Pavillon der Volksbühne

Mein Vorschlag: Friesenbad ist ein Film aus dem Jahr 1999 aus der Serie "Werbung für Ideen" des Künstler*innenduos Graw Böckler. Eine junge Frau macht den Vorschlag, statt neue Bürogebäude ein Freibad ins Zentrum der Stadt Köln zu bauen. 

“… eine magische blaue Wasserfläche, die Licht und Wolken reflektiert. Im Zentrum von Köln erfreut uns lebenspendendes und erfrischendes Nass. Nach den engen Gassen und Strassen der Stadt erfährt der Blick die großartige Weite der Freibadarchitektur…”

27 Jahre später, 600km entfernt von Köln, werden weiterhin Bürokomplexe gebaut und Hochhäuser in Parks geplant, während Sport- und Erholungszentren vom Abriss bedroht sind und Wohnraum unbezahlbar wird. Was auch geblieben ist, ist der Traum vom innerstädtischen Vergnügen im riesigen Freibad mitten in der City, den Mein Vorschlag: Friesenbad als Werbefilm propagiert – denn „man stelle sich die Stimmung in unserer Stadt während der Sommermonate vor“, wenn das Freibad Gestalt annehmen würde.

Während der Laufzeit des VOLKSBAD läuft Mein Vorschlag: Friesenbad im Pavillon der Volksbühne – der Pommesbude auf Zeit.

Ursula Böckler (*1965) und Georg Graw (*1966) arbeiten als Künstler*innenduo Graw Böckler in den Bereichen Video und Fotografie. Die Aufnahmen sind meist dokumentarisch und werden in der Postproduktion dramatisiert. Malerei, Installation und Skulptur erweitern ihre künstlerische Praxis. Sie leben seit 2009 in Berlin und betreiben den Projektraum Graw Böckler Garage.