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Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Eröffnungsprogramm
Der Ticketvorverkauf ist gestartet

Der Ticketvorverkauf ist gestartet
 

Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz startet in den Sommer mit dem Vorverkauf des Oktober-Programms der neuen Spielzeit. Zum Eröffnungswochenende der Intendanz von Matthias Lilienthal laden Rimini Protokoll die Besucher*innen zu einer Tour durch die Innenräume der Volksbühne ein. In House of Hopes wird die Architektur der Volksbühne zum Schauplatz für zehn biografisch grundierte Erzählungen von in Berlin lebenden Expert*innen aus Afghanistan, China, Chile, dem Iran, Namibia, Polen, Südkorea, Ungarn sowie neuen Ensemblemitgliedern aus Washington/USA und Rostock/Deutschland. Sie blicken gemeinsam mit uns auf das Jahr, in dem die Mauer fiel, aus internationaler Perspektive.

Nach zehn Jahren Schließung dockt der Prater an der Kastanienallee endlich wieder an die Volksbühne an. Die lang ersehnte Wiedereröffnung des Praters ist für die Volksbühne ein besonderer Moment, den wir am 2.10. mit einer Premiere und anschließender Premierenparty feiern: Anta Recke bringt Perfection auf die Bühne. In der Inszenierung findet sich das Publikum in einer Arena wieder, in der mit Vincenzo Latronicos Die Perfektionen, im letzten Jahr für den Booker Prize nominiert, im Berliner Wahlherbst die Zukunft der Stadt verhandelt wird. Der Prater – mit seiner Geschichte als ehemaliges Volkstheater und Gegenstand eines Immobilienstreits – wird zum eigenständig Bezüge schaffenden Metabühnenbild. Ein Museumsstück einer untergegangenen Welt.

Die dritte Uraufführung des Eröffnungsreigens kommt am 3.10. von Satoko Ichihara. Mit Mononoke holt Ichihara das traditionelle japanische Puppentheater Bunraku in die Gegenwart. Mononoke nennt man in Japan die Geister, die sich in Menschen einnisten und Flüche einschleppen. Das Bühnenbild stammt von der in Berlin lebenden koreanischen Künstlerin Mire Lee. Ichihara erzählt von weiblich gelesenen Personen, die die Geschichte patriarchaler Unterdrückung in sich tragen und mit dieser in einem beständigen Kampf stehen. Ihre Mittel sind Überzeichnung bis hin zum Fetisch und Kawaii (Niedlichkeit) als Überlebensstrategie.

Kulturelle Selbstbehauptung und Widerstand stehen auch bei der School of Self-Defense im Mittelpunkt: Vom 29. Oktober bis 1. November wird die Volksbühne zum Festivalort für internationale Performance, Austausch, Workshops und einen Uprising Galore Ball im Großen Haus. Eröffnet wird mit der Uraufführung Mata Leão von Davi Pontes und Wallace Ferreira. Die brasilianischen Choreograf*innen gründen in Reaktion auf den weltweiten Vormarsch rechter Bedrohung gemeinsam mit Berliner Akteur*innen eine Schule der Selbstverteidigung mit Voguing, Theorie und Workshops. Ihre Neuinszenierung, in der sie mit sechs weiteren Tänzer*innen aus Berlin und Europa gemeinsam auf der Bühne stehen, macht die Volksbühne zum Austragungsort einer aktivistischen, choreografischen Intervention. Mit Posing, Intensität, Direktheit und Humor schaffen sie einen Raum geteilter Verantwortung, der zugleich herausfordert und inspiriert.

In einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen versteht sich die Volksbühne als Ort der Begegnung, der Debatte und der künstlerischen Auseinandersetzung. Neue Reihen im Roten Salon – unter anderem mit Jean Peters (CORRECTIV) und Tobias Haberkorn (Berlin Review) – fragen danach, wie Handlungsfähigkeit in einer von rechten Entwicklungen geprägten Gegenwart entstehen kann.

 
Der Ticketvorverkauf ist gestartet
 

Schon vor der Spielzeit:
Das VOLKSBAD lädt ein

Noch bevor wir mit den Uraufführungen eröffnen, wird die Volksbühne zum Freibad: Vom 7. August bis 1. Oktober entsteht mit dem VOLKSBAD am Rosa-Luxemburg-Platz ein 25 Meter langes Becken direkt vor dem Eingang des Theaters. Acht Wochen lang wird die Volksbühne zu einem Ort des Schwimmens, der Begegnung und des Sommers in der Stadt. Gleichzeitig macht die Aktion auf den Verfall der sozialen Infrastruktur Berlins aufmerksam. Kostenlose Zeitfenstertickets sind ab 4. August im Webshop der Volksbühne erhältlich.

Die Idee zum VOLKSBAD entstammt aus Florentina Holzingers Ophelia’s Got Talent, in dem Performer*innen auf der Bühne schwimmen. Auch dieses Stück bleibt Teil des Repertoires – ebenso wie A Year without Summer, René Polleschs Der Schnittchenkauf, Ich weiß nicht, was ein Ort ist, ich kenne nur seinen Preis (Manzini-Studien) und ja nichts ist ok. Tickets für diese Produktionen sowie für Philippe Quesnes Spooky Paradise sind ab sofort erhältlich.

 
Der Ticketvorverkauf ist gestartet
A Year without Summer, Foto: Nicole Marianna Wytyczak
 

Wir freuen uns darauf, euch im Oktober – und schon vorher im VOLKSBAD – in der Volksbühne zu begrüßen.