Volksbühne
am Rosa-Luxemburg-Platz
MANGEL

Vergessene Arbeitskämpfe – Ein Punk-Abend

Suchen Sie Streik? – Kein Arbeitskampf bei Samsung · KAOS, MANGEL

Donnerstag, 22. Oktober 2026

21:00 – 00:00 Uhr

Roter Salon

Nicht mal ein Sturm im Wasserglas, und schon regnet es Moneten

Der angedrohte Streik bei Samsung 2026, Südkorea

Alles beginnt mit einem überdurchschnittlichen Gewinn, einem unschlagbaren Profit. KI machte es möglich. Der Betriebsgewinn bei Samsung betrug von Januar bis März 2026 unglaubliche 57,2 Millionen Won, das sind etwa 33 Milliarden €. Das ist ungefähr das Achtfache des Vorjahreszeitraums. Angetrieben wurde der immense Gewinn von der gewaltigen Nachfrage nach Computerchips. 94% des Gesamtgewinns bei Samsung werden von der Halbleitersparte des Unternehmens erwirtschaftet.

Doch diese Sparte guckte in die Röhre. Die Arbeitenden waren von dem enormen Zuwachs ausgeschlossen. Rund 48.000 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeitende drohten mit einem 18-tägigen Generalstreik. Es wäre der größte in der Konzerngeschichte. Die südkoreanische Zentralbank schätzte, dass der Generalstreik bei Samsung das Wirtschaftswachstum des Landes um 0,5 % senken würde. Das ist ein Verlust von 20 Milliarden $. Globale Lieferketten wären betroffen und der gute Ruf von Samsung dahin.

Die Verhandlungen zwischen Management und Gewerkschaft vermittelte zum Teil die Regierung Südkoreas. Im Zentrum standen die Bonuszahlungen. Die Mächtigen wollten die nationale wie internationale Wirtschaftskrise verhindern. Die Arbeiter*innenschaft zurecht am hohen Gewinn beteiligt werden. Kurz vor knapp die Einigung: 6,2 % mehr Lohn für den Halbleiterbereich und Jahresboni für jeden dieser Mitarbeitenden: bis zu 340.000 €.

Wow. Glückwunsch. Der Punk ist los!!!

LIVE SPIELEN: KAOS und MANGEL

KAOS: Bestehend aus bewährter Punk-Kombination (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang), verarbeitet KAOS was zu einem Leben dazu gehört, was manchen mehr bietet als anderen. Bandgewordener Kneipenabend meets rudimentary pseudo Punk Rawk.

Über MANGEL sagen Menschen folgendes: Mangel sind ein klassisches Corona-Baby. Aus der Not im Proberaum geboren, bis Pandemieende Lieder geschrieben und eingetrümmert und folgerichtig DIY produziert. Die Wut muss sich ja irgendwo Luft machen, wo nichts mehr so läuft wie es soll. Heraus kommt dabei roher, radikaler Hardcorepunk, der sich nicht zuletzt durch die deutschen Texte abgrenzt. Klare Kante in Sachen Politik und sozialer Ungerechtigkeit sowie kritische Betrachtungen zu Themen wie Sucht und Feminismus, auch mit dem teilweise unbequemen, gerne vermiedenen Blick auf die eigene Szene aus FLINTA-Perspektive. Frech nach vorne, ungeschont persönlich, selbstreflektiert und ohne falsche Bescheidenheit, es bleibt nichts im Verborgenen.

Prädikat – nur echt mit Gender-Sterni! Domi’s rotziges Geschrei tritt hier nur einmal in den Hintergrund, wenn auf dem Song „Raus“ mit dem alten weißen Mann am Bass die Rollen getauscht werden. Denn auch hier gilt: Female-fronted is not a genre!

Kurz gesagt, D-Beat für Freund*innen von D-Beat – 6 Songs zum Schunkeln, Scherzen und Steine schmeißen!"

"Räudiger Hardcore aus Berlin mit leicht metallischem D-Beat-Einschlag. [...] Ich assoziiere damit warum auch immer CHAOS Z." - OX Fanzine

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