

VOLKSBAD Konzerte
Am Donnerstagabend brechen wir im VOLKSBAD durch die Wellen der letzten Wochen. FAYIM verbindet Pop, R&B, Soul, Gospel und Jazz mit persönlichem, politischem Songwriting. LEGION SEVEN bringt Storytelling, surrealen Overshare und Void-Pop zusammen. Ein Abend zwischen Zärtlichkeit und Aufruhr – und vor allem einer zum Zusammenkommen. Wie immer am VOLKSBAD: Eintritt frei und Schwimmsachen mitbringen.
FAYIM ist Berliner Singer-Songwriter, Komponist und Performer. Seine Musik setzt dort an, wo persönliche Erfahrung politisch wird: bei Identität, Begehren, Verletzlichkeit, Beziehungen und der Frage, wer die eigene Geschichte erzählen darf. Auf seiner Debüt-EP Fokus (2025) treffen Pop, R&B, Soul, Gospel und Jazz auf deutschsprachiges Songwriting, das immer wieder zwischen Selbstbefragung und Selbstbehauptung kippt.
FAYIM singt nicht nur über sich – er benutzt die eigene Biografie als Material. Die Songs werden zu Momenten des Verarbeitens, aber ebenso zu Momenten der Selbstermächtigung. Dabei ist die Stimme nie bloß Trägerin des Textes, sondern ein Ort, an dem sich Intimität, Widerstand und Verletzlichkeit überlagern. Der Einfluss der Schwarzen Dichterin und Aktivistin May Ayim verweist auf eine Praxis des Sich-Selbst-Erzählens, in der persönliche Sprache auch eine politische Position einnimmt.
Als Autodidakt bewegt sich FAYIM zwischen musikalischen Traditionen, ohne sich vollständig einer davon unterzuordnen. Seine Arbeit interessiert sich für die Möglichkeiten von Pop als erzählerischem Raum: Wie kann ein Song gleichzeitig privat und kollektiv sein? Wie wird aus einer persönlichen Geschichte eine gemeinsame Erfahrung? In dieser Spannung entwickelt FAYIM eine Musik, die nicht auf Eindeutigkeit aus ist, sondern auf Präsenz.
LEGION SEVEN ist Storyteller*in, deren Arbeit ein Vehikel für eine refraktive Abkehr von der biblischen Kultstrenge, in die Seven hineingeboren wurde, ist. Aus den Trümmern dieser Strenge – durchsetzt mit Traummythologien, Science-Fiction, Chaoslogik und überschwänglichen Lügen – entsteht ein Weg, auf dem Seven Momentum aufnimmt. Seit dem Umzug nach Berlin 2021 haben sich Sevens hybride Performances in anderen Formate entfaltet. Neben Auftritten widmet sich Seven zunehmend dem Komponieren für Medien, zuletzt für das Klanggedicht nah von Tanasgol Sabbagh und den Film From the Dust of this Planet: A Theory Apparatus for the Observer von Rohini Devasher.
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